Hoi Robert. Was machst du so in der OJAB?


In der Offenen Jugendarbeit bin ich nun schon seit 2014. Anfangs machte ich ein Praktikum im Rahmen meines Bachelor Studiums Soziale Arbeit, nach dem Abschluss arbeitete ich danach weiter mit einem kleinen Teilzeitpensum und seit Mitte 2015 bin mit einem 80% Pensum voll dabei und geniesse die Arbeit, sei es in einem kompetenten Team, mit interessanten Kindern und Jugendlichen oder anderen Akteuren rund um die Offene Jugendarbeit.

 

Zu meinem Aufgabengebiet gehört es hauptsächlich den operativen Betrieb im Jugend-und Freizeithaus zu gestalten. Mit dem Team und den Jugendlichen die uns besuchen, erarbeiten wir verschiedene Veranstaltungen und Aktivitäten.

 

Erfolg im Job ist für mich wenn ich z.B. Jugendliche beobachte die sonst eher als Aussenseiter erscheinen, hier im JFH aufblühen, sich aktiv beteiligen, mithelfen, sie an etwas teilhaben können, respektiert werden und sich mit der Zeit ein stärkeres Selbstwertgefühl bei ihnen entwickelt. Das macht mir Freude.

 

Ein weiteres Aufgabengebiet ist die mobile, aufsuchende Jugendarbeit in der Gemeinde. Jede Woche bin ich mit dem Auto, dem Töff oder zu Fuss in der ganzen Gemeinde unterwegs und halte Ausschau nach Treffpunkten und Hot Spots der Kinder und Jugendlichen. Ich stelle Kontakte her, vermittle z.B. bei Streitigkeiten zwischen Anwohnern und Jugendlichen, wenn es z.B. Probleme mit Lärm oder Littering gibt. Mit dem Team der Offenen Jugendarbeit machen wir aber auch gerade deswegen externe Veranstaltungen in der Gemeinde, z.B. die Sport at Night zu der Kinder und Jugendliche kommen die sonst nicht im Jugi anzutreffen sind.

 

Zuletzt gestalte, zusammen mit meinen Kollegen im Jugendarbeiterteam, ich die monatlich stattfindenden Genderabende mit den männlichen Jugendlichen zusammen, die Themen dürfen sie auswählen, ich unterstütze sie dabei oder mache auch gerne Vorschläge. Beliebt sind natürlich Videospiele, TV schauen oder ja auch mal backen.



Und wenn ich nicht im Jugi bin.....


Ich bin ein multikultureller Mensch, und bin bisher viel herumgekommen. Die Kindheit habe ich im damals kommunistischen Rumänien erlebt. MeinVater ein Ungare und meine Mutter eine Sächsin aus Siebenbürgen. Mit acht Jahren bin ich dann mit der Familie nach Deutschland ausgewandert. Die wilde Jugendphase durchlebt ich in Deutschland, und machte zunächst eine Ausbildung als Automechaniker und danach als Heilerzieher. Im 2006 in die Schweiz gezogen.


Zunächst war die Schweiz für mich nur ein Experiment. Mittlerweile bin ich hier gut angekommen und fühle mich zuhause. Ich habe in verschiedenen Arbeitsfeldern im sozialen Bereich gearbeitet und habe das Studium der Sozialen Arbeit an der ZHAW mit dem Bachelor abgeschlossen. Nach dem Stellenantritt in der Offenen Jugendarbeit habe ich meine jetzige Partnerin kennengelernt und seit diesem Jahr bin ich frischgebackener Vater von einem sehr süssen kleinen Sohn.
Das Familienleben erfüllt mich sehr. Die Kombination zwischen der Arbeit im Kinder-und Jugendbereich und dem Privatleben ist für mich ideal.